Ortsgemeinde Nieder-Hilbersheim
Inhalt:

Gemeindeverwaltung
Hauptstraße 45
55437 Nieder-Hilbersheim
Tel. 0 67 28 - 2 49
Fax 0 67 28 - 7 93
e-Mail: info@nieder-hilbersheim.de
Internet: www.nieder-hilbersheim.de
Bürgermeister
Rosemarie Jantz
Sprechzeiten:
jeden Dienstag 18.00 bis 20.00
Allgemeines zur Ortsgemeinde Nieder-Hilbersheim
Nieder-Hilbersheim - Auch bekannt als "Die Keez"
Kleinste Gemeinde des Welzbachtals / Größte zusammenhängende Waldfläche
in Rheinhessen
Im Jahr 933 kam Nieder-Hilbersheim zum ersten Mal in einer Urkunde der Abtei Seligenstadt vor und wurde unter dem Namen "Hibridesheim" 1108 erwähnt.
1128 ist in einer Urkunde die Bezeichnung "Heibridesheim" zu finden. Bereits ab dem Anfang des 13. Jahrhunderts wird das Dorf meist Nieder-Hilbersheim genannt.
So konnte es gut von dem nahe gelegenen Hilbersheim, dem heutigen Ober-Hilbersheim, unterschieden werden.
Doch bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung war die Gemarkung besiedelt. Der Beweis dafür wurde 1970 auf einem gerodeten Weinberg in der Nähe der Turnhalle gefunden. Keramikreste aus der Bronze-Zeit stellen die ältesten Zeugen einer Siedlungstätigkeit dar.
Neben ihrem offiziellen Namen heißt die kleinste Gemeinde des Welzbachtals oft auch die "Keez". Es ist nicht eindeutig geklärt, wie es zu dieser Bezeichnung gekommen ist. Zum einen wird berichtet, dass die Einwohner früher ihre Waren in einem Rückentragekorb, mundartlich "Keez", zum Markt getragen haben.
In der zweiten Variante geht es darum, dass zum Schutz vor Feinden nur eine Pforte in das Dorf führte weil es von Mauern und Gräben umgeben war und es von allen anderen Seiten keinen Ein- beziehungsweise Ausgang gab. Schaute man sich diese Ortsumrandung an, so ergab sich das Bild einer Keez.
Stolz sind die Nieder-Hilbersheimer besonders auf ihr unter Landschaftsschutz stehendes Waldgebiet. Mit 16 Hektar ist es die größte zusammenhängende bewaldete Fläche in Rheinhessen.
Das Dorf ist gerade im Umbruch von einer Weinbau- zu einer Wohngemeinde begriffen. Zwei Neubaugebiete sind fertiggestellt, ein weiteres wird zurzeit ausgewiesen. Im Vordergrund steht dabei, die Neubürger in das dörfliche Geschehen mit einzugliedern. Bisher ist dies recht gut gelungen.
Mittlerweile hat die Gemeinde eine gute Infrastruktur. Neben einem praktischen Arzt und einem Zahnarzt gibt es einen Blumenladen, einen Friseur, eine Pizzeria und zwei Gutsschänken, die zu besonderen Anlässen öffnen. Daneben gibt es eine Reihe von bodenständigen Handwerks- und Industriebetrieben.
Besonders zu erwähnen ist der Nachbarschaftsladen, der bereits seit 1996 besteht. Nachdem die Tante-Emma-Läden schlossen, wollten die Nieder-Hilbersheimer trotzdem nicht auf ein Geschäft mit den Produkten für den täglichen Bedarf verzichten. So entstand die Idee des Nachbarschaftsladens als Gesellschaft bürgerlichen Rechts.
Ein weiteres Aushängeschild der Gemeinde ist die Zehntscheune, die zwei Jahre lang zum Teil in Eigenleistung renoviert wurde. Sie wurde 1785 erbaut und gehört zu den wichtigsten historischen Gebäuden des Ortes. Nachdem die Zehntscheune den Nieder-Hilbersheimern viele Jahre als Feuerwehrgeräte- und Lagerhaus diente, kann sie jetzt als Veranstaltungsraum von der Gemeinde, ihren Vereinen und Privatpersonen genutzt werden.
Der größte Ortsverein ist der Turn- und Sportverein, dem mit über 330 Mitgliedern mehr als die Hälfte aller Einwohner angehören. Durch ihn und die zahlreichen anderen Vereine werden das kulturelle Leben und die dörfliche Gemeinschaft gepflegt.
Intensiv gepflegt wird auch eine Städtepartnerschaft mit der französischen Partnerschaftsgemeinde Bouchet in der Provence. Bereits seit 1981 besteht die Verbindung mit vielen freundschaftlichen Kontakten.
Besonders bekannt ist der traditionelle Bauern- und Handwerkermarkt, der jeweils am 3. Wochenende im Oktober stattfindet und zwischenzeitlich Jahr für Jahr mehrere tausend Besucher anlockt.








zurück
Seitenanfang