Ortsgemeinde Ockenheim

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Zu sehen ist das Friedenskreuz auf dem Ockenheimer Hörnchen.


Gemeindeverwaltung
Bahnhofstraße 12
55437 Ockenheim

Tel. 0 67 25 - 24 42
Fax 0 67 25 - 53 80

e-Mail: ockenheim@online.de
Internet: www.ockenheim.de


Bürgermeister
Arnold Müller

Sprechzeiten:
jeden Donnerstag von 17.30 bis 19.00 Uhr

Allgemeines zur Ortsgemeinde Ockenheim
Ende der 70er Jahre sollte Ockenheim während der Verwaltungsreform der Stadt Bingen zugeführt werden. Die Gemeinde entschied sich jedoch selbständig zu blieben und gehört nun der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim an.

Am Fuß des 256 Meter hohen Jakobsberges gelegen, war Ockenheim ursprünglich eine reine Agrargemeinde, in welcher der Weinbau dominierte. Bereits seit dem Frühmittelalter pflegten ihn Klöster und Adel hier intensiv.
Auf dem Jakobsberg legte die Klostergemeinschaft 1985 eine in ganz Deutschland einmalige Weinlaube an, in der über 130 verschiedene Rebsorten bewundert werden können. Zwar spielt der edle Saft auch heute noch eine wesentliche Rolle, doch das Dorf hat sich inzwischen zu einer Wohngemeinde entwickelt. Die 2400 Einwohner finden hier zwei Bäckereien und zwei Banken vor. Eine Apotheke und verschiedene Ärzte sind genauso angesiedelt wie zwei Kindergärten, eine Grundschule und die Volkshochschule.

Was mit zu dem attraktiven Wohnwert beiträgt, sind besonders zwei Gründe. Obwohl Ockenheim nahe am Rhein liegt, gibt es dort kein Hochwasser und trotz der Nähe zur Autobahn keinen Verkehrslärm. Als erster Gemeinde außerhalb Bingens gelang es, eine Stadtbusverbindung im Stundentakt anzubieten. Das schätzen die Bürger ebenso wie die gute Schienenanbindung.

Den Ockenheimern ist es wichtig, ihren Wohnwert weiterhin zu verbessern. Der Kontakt und das Miteinander stehen im Vordergrund. Dazu tragen vor allem die Ortsvereine einen Großteil bei. Doch auch das Kennenlernen anderer Kulturen wird hier groß geschrieben. Deshalb sind die Ockenheimer seit 1990 mit der italienischen Gemeinde Povegliano eng verbunden und pflegen ihre Partnerschaft intensiv.

Wann das Dorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Im Vergleich zu anderen rheinhessischen Dörfern mit der Endung „-heim“ scheint das jedoch ziemlich spät der Fall gewesen zu sein. Im „Prümer liber aureus“ befinden sich zwei Urkunden, die auf Ockenheim hinweisen.
In der ersten aus dem Jahr 823 ist von einem „Huccenheim“ die Rede. Zwölf Jahre später erscheint ein Dokument in dem der Name „Ucchenheim“ auftaucht. Diese Urkunde weist ohne Zweifel auf das heutige Ockenheim hin. Bei der ersten aber ist man sich unsicher.

Einen schönen Ausblick kann man vom „Ockenheimer Hörnchen“ aus genießen. Dort steht das „Friedenskreuz“. Die Anlage wurde im Jahre 2000 von der Gemeinde neu gestaltet. Der Platz lädt zur Ruhe und Besinnung ein.

Kommt man auf der Hochebene über der Ortsgemeinde Ockenheim auf dem Jakobsberg an wird man von der Wallfahrtskapelle und dem Kloster Jakobsberg empfangen.

Im Jahre 1961 haben die Missionsbenediktiner von St. Ottilien (Oberbayern) das damals auf dem Jakobsberg existierende Klostergebäude übernommen. Eine kleine Gruppe von Patres und Brüdern widmet sich der Betreuung der Gäste wie auch der religiösen Jugend- und Erwachsenenbildung. Von Anfang an galt die Pflege der Wallfahrtsfeste dem besonderen Interesse der Benediktiner. Die heute noch bestehende Wallfahrtskirche stammt aus dem Jahre 1862.
Es kam sehr bald zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Bistum Mainz, so dass sich das Kloster mit seinen religiösen Bildungsangeboten als eines der wichtigen geistlichen Zentren der Diözese Mainz entwickelt hat.
Demzufolge entstand mit Hilfe des Bistums Mainz 1981 ein großzügig angelegter Kloster- und Gästehausneubau, nachdem das alte mittlerweile baufällige Kloster abgerissen werden musste. Das ehemalige Ökonomiegebäude wurde zum Zentrum für die Jugendarbeit umgebaut.
Das Wirken der Benediktiner auf dem Jakobsberg wird in besonderer Weise durch das Gebets- und Gemeinschaftsleben geprägt. Die Aufnahme und Begleitung von Gästen gehört zur benediktinischen Tradition, so dass fast das ganze Jahr über die Möglichkeit besteht, im Gästehaus Ruhe und Erholung zu finden.
Im Pfortenbereich des Klosters befindet sich eine kleine Verkaufsausstellung mit künstlerischen Produkten aus den verschiedenen Einsatzgebieten der Missionare.
Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die „Jakobsberger Konzerte“.



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Mittwoch, 08.09.2010



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